„Siehe, ich mache etwas Neues. Es sprießt bereits – wollt ihr es nicht erkennen? Ich bahne einen Weg durch die Wüste, Straßen durch ödes Land“ (Jes., Kap. 43, V. 19*).
Seit Jahren hatte ich meinen Kleiderschrank nicht mehr aufgeräumt, und er war zu einer Zeitkapsel geworden, die mehrere Phasen meines Lebens beherbergte. Hier waren die Anzüge, die ich vor Jahrzehnten als Berufstätige getragen hatte. Wenn ich sie trug, fühlte ich mich erfolgreich. Sie passten mir immer noch, aber jetzt hatte ich keinen Anlass, sie anzuziehen. Auf einem Regal stand der Koffer meines verstorbenen Mannes Jerry, den er auf vielen seiner Reisen benutzt hatte. Ich hatte meinen eigenen, warum also behielt ich seinen? Viele weitere persönliche Gegenstände in meinem Schrank erinnerten mich an die mit Jerry verbrachten Jahre.
Es sind fünfzehn Jahre vergangen, seit ich in den Ruhestand getreten bin, und fast ein Jahrzehnt, seit mein Mann gestorben ist. Und dennoch konnte ich die Vergangenheit immer noch nicht loslassen. Ich wusste, dass ich den Schrank aufräumen und Platz für neue Dinge schaffen musste.
Die Schrift sagt uns, dass wir nicht an das Vergangene denken, noch an frühere Geschehnisse denken sollen (Jes., Kap. 43, V. 18). Beim Aufräumen des Schranks fragte ich mich: „Hielt ich an Erinnerungen und Gewohnheiten fest, die mich daran hinderten, die neuen Dinge zu verfolgen, die Gott für mich geplant hatte?“ Ich bete, dass der Herr mir hilft, die Zukunft anzunehmen, die Er für mich vorbereitet hat.
Link zum Originalartikel: https://www.upperroom.org/devotionals/en-2025-11-17
* Die Bibelzitate stammen aus der Bibel, neue Übersetzung aus den Originalsprachen © Bulgarische Bibelgesellschaft 2013